27. April 2012

Die lange Nacht der Museen in Hamburg am 28. April

Bei der inzwischen zwölften Auflage der “Langen Nacht der Museen” öffnen in diesem Jahr 48 museale Einrichtungen zwischen 18 und 2 Uhr ihre Ausstellungsräume und Archive.

“Unbekanntes Werk eines unbekannten Künstlers in unbekanntem Ausstellungsraum”

22. Juli 2011

Beim Blick durch den Sucher offenbarte sich eine Szene, die mich an ein Gemälde von William Turner erinnerte. Ich nutze die Gelegenheit und möchte mit dieser Aufnahme an die aktuelle Ausstellung im Bucerius Kunst Forum erinnern.

“William Turner galt schon seinen Zeitgenossen als Maler der Elemente. Er kombinierte in seinen Landschaftsbildern Erde, Wasser, Luft und Feuer auf neue Weise und erforschte intensiv ihre Beziehung zueinander. Turners Vision der Elemente als Einheit von Kräften, die durch Energie miteinander fusionieren, war eng verknüpft mit den zeitgenössischen Forschungen in den Naturwissenschaften. Neue Erkenntnisse ersetzten die antike Lehre von den vier Elementen und machten diese für eine neue Art der künstlerischen Weltaneignung frei. Vor diesem Hintergrund bot sich die Landschaftsmalerei in Turners Zeit für eine Umwälzung der bildnerischen Mittel an.

Die Ausstellung “William Turner. Maler der Elemente” ist diesem künstlerischen Aufbruch gewidmet. Sie zeigt 95 Aquarelle und Gemälde aus der Tate in London und weiteren britischen sowie deutschen und amerikanischen Sammlungen. Turners dynamische Landschaftsauffassung und sein unkonventioneller Einsatz der Farbe lassen sich vor dem Hintergrund der vier Elemente ebenso deuten wie sein Vorstoß in die Abstraktion. Die fünf Themenbereiche Erde, Wasser, Luft, Feuer und Fusion veranschaulichen die Entwicklung von Turners Landschaftsmalerei über mehrere Jahrzehnte. Sie zeigen, wie seine Maltechnik nicht nur den wissenschaftlichen Einsichten seiner Zeit gerecht wird, sondern auch den Betrachter in das Wirken der elementaren Naturkräfte hineinzuziehen scheint.”

Textquelle: Bucerius Kunst Forum

10. März 2011

Triennale der Photographie

Die 5. Triennale der Photographie Hamburg 2011 verwandelt unter dem Motto “Wechselspiel. Foto-Film-Foto” Kinos und Ausstellungshäuser der Hansestadt Hamburg in internationale Begegnungsstätten von Film und Fotografie.

Mit Ausstellungen, Projektionen und Filmreihen zum Fotofilm, zu Fotografen im Portrait, zu Fotografie und Fotografen im Spielfilm und zu Filmen, die von Fotografen gedreht wurden, reagiert das internationale Fotoevent auf die Veränderungen im Bereich des stillen Bildes hin zum bewegten Bild. Mehr und mehr Fotografen präsentieren sich in mulitmedialen Formaten, sei es mit blogs auf youtube oder mit Videos auf ihren Webseiten. Diese neue Form der Präsentation nimmt das Fotofestival als Leitgedanken auf und bietet neben Fotoprojektionen von jungen Fotografen im Ausstellungsambiente auch Workshops für Jugendliche, sowie Gespräche und Interviews mit Fotografen an, die zugleich als Regisseure, Kameraleute und Drehbuchautoren arbeiten.

“Bewegung im Bild – Bild in Bewegung.” Mein spontaner Gedanke zum Bewegtbild.

Die 5. Triennale der Photographie wird die gewohnten Ausstellungspfade in den Museen verlassen und in die Kinos umziehen. Das Zentrum mit dem Meetingpoint und einem Veranstaltungsraum werden zwar erneut die Deichtorhallen sein, jedoch wird sich der inhaltliche Schwerpunkt vom 1. – 6. April 2011 vom Ausstellungsraum auf die Filmleinwand verlagern.

Das internationale Fotofestival widmet sich alle drei Jahre aktuellen Themen und Fragestellungen im Fotografiediskurs. Seit ihrem Auftakt im Jahr 1999 geht es der Triennale der Photographie Hamburg darum, kreative Menschen und das Engagement für die Fotografie in Form von Ausstellungen, Vorträgen, Filmen, Projektionen und Begegnungen regelmäßig an einem Ort zu konzentrieren.

Textquelle: Triennale der Photographie Hamburg

6. Februar 2011

“Literatur, Musik, Kunst, Theater, Film…vor allem aber in den Menschen selbst, den Situationen des täglichen Lebens, auch Alltag genannt.” Jeder, der kreativ arbeitet kennt die Frage nach seinen Inspirationsquellen, und jeder wird seine Antworten, wie auch immer gewichtet, im ersten Satz wiederfinden. Für Menschen, die sich mit der Fotografie beschäftigen, führt am Film, genauer formuliert an der Cinematografie, kein Weg vorbei.

Gute Kameraführung setzt ein universelles Talent voraus, zeigt doch der Film meist immer die gesamte Bandbreite der Bereiche, die auch in der Fotografie eine Rolle spielen. Der Mensch im Raum, in der Stadtlandschaft, in der Natur, unterschiedlichste Einstellungen, Architektur, Portrait, Stilleben betreffend, nüchtern, emotional, dynamisch oder ganz ruhig.
Ich bin der Meinung, dass die guten Kameraleute auch ausgezeichnete Fotografen wären, im umgekehrten Fall trifft das eher nicht zu. Ein Grund mehr, sich intensiver mit der Arbeit der Kollegen vom bewegten Bild zu beschäftigen.
Ich möchte die Gelegenheit nutzen und eine Umfrage starten, zu der ich alle Leser herzlich einladen möchte. In der Auswahl habe ich Kameramänner aufgelistet, von denen ich glaube, dass sie uns in den letzten zehn Jahren aussergewöhnlich gute Bilder gezeigt haben, unabhängig vom Gesamteindruck eines Filmes.

Um die Liste nicht zu sprengen habe ich mich auf zehn Protagonisten beschränkt, natürlich bin ich mir bewusst, dass so manch einer, der eventuell vermisst wird auch genannt hätte werden können.
Also bitte nicht grämen falls der eigene Favorit nicht dabei sein sollte.
Die Abstimmung läuft einen Monat, wenn die Entscheidung schwer fällt sind Mehrfachnennungen möglich. Ich freue mich auf zahlreiche Stimmen!

3. Februar 2011

“War ich blind und taub zugleich, oder brauchte ich erst ein Unglück, um mir über meine wahre Natur klar zu werden?”
Jean-Dominique Bauby

Diese Frage stellt Jean-Dominique Bauby in “Schmetterling und Taucherglocke” nicht nur sich selbst. Selten hat mich ein Film mehr beeindruckt als diese von Julian Schnabel im Jahr 2007 realisierte, emotional einzigartige Bilderwelt, die sich getragen durch die Kamera von Janusz Kaminski direkt auf den Weg in das eigene Innere macht.

Für mich bisher ganz sicher einer der besten Filme im neuen Jahrtausend, und ich bin beinahe sicher, dass dieses Gefühl nicht nachlassen wird.